
| PRO | KONTRA |
Im Jahr 2022 war ich zum ersten Mal auf dem Airbeat One Festival, 2023 dann zum zweiten Mal. Das Festival findet auf dem Flugplatz in Neustadt-Glewe statt.
Ich habe damals das Line Up gesehen und wusste: Da muss ich hin! Gesagt, gebucht, eine Unterkunft gesucht und los ging‘s!
2022 haben in einem Hotel in Schwerin übernachtet, sodass wir jeden Tag zwischen Festival & Hotel pendeln mussten.
Hier muss ich leider sagen, dass ich mir die An- und Abreise definitiv entspannter vorgestellt hatte.
Von Schwerin bis Ludiwgslust ging’s! Aber ab Ludwigslust fuhr nur eine kleine Mini-Bahn, welche gar nicht für den Transport von so vielen Festivalbesuchern gleichzeitig ausgelegt war. Ein Taxi bis zum Bahnhof Neustadt-Glewe kostete für eine Fahrt von ca. 10-15 Minuten einfach 42€!
An dieser Stelle haben definitiv mehr Transportmittel gefehlt. Oder eine Kooperation mit dem ansässigen Taxiunternhemen. Die Busshuttle vom Bahnhof Neustadt-Glewe zu den Campingplätzen/dem Festivaleingang waren glücklicherweise nicht viel zu voll.
Auch ein Jahr später, 2023, war die Anreise noch holprig. Diesmal hatten wir eine Unterkunft direkt in Ludwigslust, was die Sache aber erleichterte!
Bereits am ersten Festivaltag durften wir das Gelände pünktlich betreten, was natürlich immer nice ist! 🍀
Der Security-Check ging schnell. Jedoch wurde unser Powerbank an einem Tag der Eintritt verwährt. Neben dem Einlass stehen Schließfächer, in denen ,,verbotene Gegenstände“ einschließen kann. Das mussten wir dann natürlich in Anspruch nehmen.. Was mich irritiert und ein bisschen verärgert hat, ist die Tatsache, dass wir die Powerbank am nächsten Tag mit auf‘s Gelände nehmen durften.
Im Jahr 2023 hatten wir das gleiche Spiel mit Jutebeuteln. Am ersten und zweiten Festivaltag durften Jutebeutel nicht mit auf‘s Gelände. Wieso verstehe ich bis heute nicht. Am dritten Tag waren sie dann aber erlaubt. Sehr merkwürdig.
Die Second Stage sah mit den Tüchern in den bunten Farben so unfassbar schön aus! Die Hängesessel- und Stühle haben für den richtigen Flair gesorgt und waren mega gemütlich 😍
Die Mainstage sah echt beeindruckend aus! Vor allem nachts mit ihrer Beleuchtung 🙌
Auch die Hardstyle Stage sah krass aus! Da das aber nicht meine Musik ist, habe ich hier keine Zeit verbracht.
Musiktechnisch ist auf dem AirBeat One auf jeden Fall für jeden was dabei! 2022 und 2023 gab es 5 Bühnen.
Ein dickes Plus gibt es für die Toilettensituation! Es gab keine Dixi-Toiletten, so wie sie bei (mehrtägigen) Festivals meistens der Fall ist. Stattdessen gab es ausschließlich wassergespülte, von innen beleuchtete Toiletten – und davon auch zum Glück sehr viele! Ich bin immer noch so dankbar dafür 🙌
Die Wartezeiten zu den Stoßzeiten waren wirklich sehr kurz! Auf den Toiletten mangelte es zwar teilweise an Toilettenpapier, was aber nicht schlimm ist, wenn man sich selber eine Rolle mitbringt ☺️ Seife und Tücher hat man überwiegend vermisst aber hey, wir sind ja auf einem Festival! 😜 Hier ein Tipp an die Ladies, die unglücklicherweise ihre Periode beim Festival haben: Nehmt euch eine kleine Seife oder Seifenpapier mit! Nimmt wenig Platz weg und ist absolut sinnvoll!
Was ebenfalls für das Festival spricht ist die Tatsache, dass man sich sein Wasser gratis an einigen Wasserhähnen auffüllen konnte. Das ist leider nicht selbstverständlich, aber für einen Festivalbesucher wirklich Gold wert. Vor allem dann, wenn eine 0,5-l-Flasche 4€ zzgl. 1€ Pfand kostet! Ich spreche aus eigener Erfahrung wenn ich sage, dass ich lieber weniger trinke, als mir für 4€ eine neue Wasserflasche zu kaufen, wenn es kein gratis Trinkwasser gibt.
Das Festivalgelände war tatsächlich nicht zugemüllt, obwohl es verhältnismäßig sehr wenig Mülleimer auf dem Gelände gab. Auch an dieser Stelle ein Lob! (Trotzdem hätte ich mir hier und da einen Mülleimer gewünscht, um beispielsweise ein benutztes Taschentuch weder auf den Boden zu werfen, noch in meine Tasche stecken zu müssen)
Ein (wahrscheinlich nicht nur für mich) ganz wichtiger Faktor ist die Besucherzahl! Auch hier war es genau die richtige Menge an Festivalbesuchern. Es war zwar voll, aber nicht ZU voll. Das ist so wichtig!
Man hat auf jeder Stage einen Platz gefunden, an dem man sich nicht bedrängt gefühlt hat, wenn man nicht direkt in der Menge stand. Auch das Angebot der Chill-Out-Areas war groß 🙏
Der Einstieg in den Zug auf dem Rückweg hingegen, war jedoch wie ein Sparta-Kampf. Keine Ahnung, wieviele Festivalbesucher gleichzeitig in diesen Mini-Waggon drängten, als der Zug zum Stehen kam. Aber es waren so viele, dass ich einige Sekunden lang zwischen den ganzen Menschen eingequetscht und eingeklemmt wurde, sodass ich mich beherrschen musste, nicht in Panik zu verfallen. Ich weiß nicht, inwiefern eine Zusammenarbeit mit dem dortigen Verkehrsverbund möglich ist. Aber es müssten deutlich mehr Züge zu den Festivalzeiten fahren, damit die ganze Menge entzerrt wird..
Es hat mich auch gewundert, dass der Einstieg in Ludwigslust vom Ordnungsamt und der Polizei kontrolliert wurde. Der Rückweg ab Neustadt-Glewe hingegen nicht..
Aber das ist auch das Einzige, was mich wirklich sehr gestresst hat.
Zum Campingplatz kann ich leider nicht viel sagen. Aber ich glaube, dass es dort durchaus laut werden kann 😁 Auf dem Weg von der Bushaltestelle zum Festivalgelände läuft man am Campingplatz vorbei. Teilweise werden dort echt große Musikanlagen aufgestellt. Ich kann mir vorstellen, dass es dort keine richtige Nachtruhe gibt 😋
Achja! Wer mit dem Auto an- und abreist, kommt an einer Polizeikontrolle am Abreisetag nicht herum. Es gibt nur einen Weg, der vom Gelände führt – und am Ende des Weges gibt es eine große Kontrollstation. So don‘t drink and drive 😉
Fazit:
Klare Weiterempfehlung! 🙏
Wenn das Line-Up für mich stimmt, würde ich auf jeden Fall wiederkommen! 💛
2024 haben mich die Acts leider nicht überzeugt 😌